Hier finden Sie diverse interessante Informationen rund ums Fahrrad und die Montage:

Welcher Radtyp für welche Zwecke
Welche Rahmenhöhe für welche Körpergröße
Die optimale Satteleinstellung
Montage bzw. Einstellung der Schuhplatte für Klickpedale
Berechnung der optimalen Speichenlänge

 

 

Welcher Radtyp für welchen Zweck:

Das Mountain-Bike ist das robuste Sportgerät für den Einsatz im Gelände und auf unbefestigten Wegen. Bedingt durch die zumeist montierten Stollenreifen rollen die Mountain-Bikes auf der Straße etwas schlechter als Trekking-Bikes oder Rennräder. 

Das Trekking-Bike unterscheidet sich vom Mountain-Bike vor allem durch die größeren 28"-Laufräder. Es ist ein Kompromiß zwischen Rennrad und Mountain-Bike und somit für die vielfältigsten Einsatzwecke wie z.B. die kurze Einkaufsfahrt oder auch längere Radtouren in nahezu jedem Gelände. Die Ausstattung entspricht größtenteils der Ausstattung von Mountain-Bikes. 

Das City-Bike entwickelte sich aus den Trekking-Bikes. Spezielle Rahmenkonstruktionen und ergonomisch geformte Lenker sorgen für eine sehr aufrechte und komfortable Sitzposition. Die neuen Nabenschaltungen mit bis zu 7 optimal abgestuften Gängen passen hervorragend zu dieser Radgattung. Es eignet sich vor allem für Einkaufsfahrten in Stadt aber auch für kleine Radtouren auf der Straße bzw. befestigten Radwegen.

Das Rennrad ist das klassische Sportgerät für die Straße. Wer ausschließlich auf der Straße Kilometer "fressen" möchte, für den ist das Rennrad die optimale Lösung.

 
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Welche Rahmenhöhe für welche Körpergröße:

Die hier angegebenen Werte sind lediglich Richtgrößen. Bei Mountain-Bikes empfiehlt es sich zum Beispiel den Rahmen kleinstmöglich zu wählen, da kleine Rahmen in der Regel leichter und vor allem stabiler sind.

Körpergröße Mountain-Bike Trekking-Bike/
City-Bike
Rennrad
165 cm 41-44 cm 48-50 cm 50-52 cm
170 cm 44-46 cm 50-52 cm 52-54 cm
175 cm 46-48 cm 52-56 cm 55-57 cm
180 cm 48-50 cm 56-58 cm 57-59 cm
185 cm 50-52 cm 58-60 cm 59-61 cm
190 cm 52-54 cm 60-64 cm 61-64 cm

 

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Die optimale Satteleinstellung:

Zur Ermittlung der optimalen Sattelhöhe stellen Sie das rechte Pedal nach unten, d. h. die rechte Kurbel zeigt senkrecht nach unten. Setzen Sie sich möglichst gerade auf das Rad und stellen die Ferse (ohne Schuhe) auf das Pedal. Die Sattelhöhe ist korrekt eingestellt, wenn das Bein in dieser Position durchgestreckt ist (siehe Abbildung links).

                                  

Beim Fahren wird der Fußballen auf das Pedal gesetzt. Jetzt ist das Bein mehr ganz durchgestreckt, das Kniegelenk ist leicht abgewinkelt (siehe Abbildung rechts). Dies ist wichtig, weil sich andernfalls die Beinmuskulatur nicht richtig entspannen kann und somit schnell schmerzt.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass die Sattelstütze aus Gründen der Stabilität maximal bis zur Markierung herausgezogen werden darf. Ist eine höhere Einstellung des Sattels notwendig ist entweder der Rahmen zu klein oder die Sattelstütze zu kurz.

Was die Neigung des Sattels angeht, so sollte die Sattelspitze und das Sattelhinterteil im Idealfall eine horizontale Linie bilden.

Als Standardmeßmethode des Abstandes von Sattel zum Lenker hat sich folgendes durchgesetzt: Legen Sie den Ellbogen an die Sattelstütze - die ausgestreckten Fingerspitzen sollten den Lenker dann gerade berühren. Letztendlich richtet sich dieser Abstand aber in erster Linie nach dem persönlichen Wohlbefinden auf dem Rad. Der sportliche Fahrer sitzt eher etwas gestreckter und flacher, der Freizeitsportler eher aufrecht auf dem Rad.

 
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Montage bzw. Einstellung der Schuhplatte für Klickpedale:

Von der richtigen Position der Schuhplatte hängt viel ab: 
Maximale Kraftentfaltung ohne Knieprobleme und optimale Sitzposition. Hier sehen Sie, wie die Platten richtig montiert bzw. eingestellt werden.

Beim Fahren wird die Kraft ausschließlich mit dem Fußballen übertragen. Er muss, um die Kraft optimal aufs Pedal zu bringen, genau über der Pedalachse stehen.

1. Schritt:
Markieren Sie auf der Sohle mit einem Stift die Längsachse. Positionieren Sie nun die Platte so, dass sie genau in der Längsachse liegt und die Mitte der Schraubenköpfe sich auf der Linie befindet, wo der Drehpunkt (Gelenk der großen Zehe) ist.

          

2. Schritt:
Ziehen Sie nun die Schrauben mit einem 3 - 4 mm Inbusschlüssel mittelfest an.

3. Schritt:
Machen Sie eine Probefahrt und schauen Sie dabei genau die Bewegung Ihrer Knie an. Die Knie sollen einen Kreis ohne Ausweichbewegung zur Seite beschreiben. Eine zweite Person, die hinter Ihnen herfährt, kann das noch genauer beobachten. Wenn die Kniebewegung von der geraden Linie abweicht, muss die Schuhplatte etwas schräg gestellt werden:

Weicht das Knie etwas nach außen aus, muss die Ferse nach außen gedreht werden und umgekehrt. 

Haben Sie die Position gefunden, bei der die Knie auf einer Linie bleiben, ziehen Sie die Schrauben fest an. Es empfiehlt sich auch, die Schrauben öfters zu kontrollieren, da sie sich von Zeit zu Zeit selbstständig etwas lösen können.

 
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Berechnung der optimalen Speichenlänge:

Zur Bestimmung der richtigen Speichenlänge gibt es vielfältige Möglichkeiten. Man kann entweder in speziellen Tabellen nach der richtigen Nabe und Felge suchen und somit die richtige Speichenlänge bestimmen oder man errechnet die richtige Länge anhand von komplizierten Formeln. Eine weitere Möglichkeit ist die Berechnung der Speichenlänge mit Hilfe der nachfolgenden Tabelle:

                      

Felgendurchmesser am Nippelsitz 
Einbaumaß der Nabe (x)
Distanz y
Lochkreisdurchmesser der Nabe (z)
Speichenlöcher je Flanschseite 
Speichenlochdurchmesser in der Nabe 
Anzahl der Kreuzungen 
 

Felgendurchmesser am Nippelsitz:
Um den Durchmesser am Nippelsitz zu messen trennt man einfach zwei Speichen den Kopf ab und kürzt sie auf genau 250 mm. Anschließend dreht man die Nippel auf die Speichengewinde, so daß der Schlitz gerade noch frei ist. Jetzt fädelt man die "kopflosen" Speichen mit Nippeln in zwei gegenüberliegende Felgenlöcher und mißt den den Abstand zwischen den beiden Speichenenden. Die gemessene Länge addiert mit den 500 Millimetern der beiden kopflosen Speichen ergibt genauen Durchmesser der Felge.

Lochkreisdurchmesser:
Die Nabe vermessen Sie mit der Schieblehre, zur Not mit einem Zollstock. Bei der Messung des Lochkreisdurchmessers WD ist darauf zu achten daß von Speichenlochmitte zu Speichenlochmitte gemessen wird. 

Einbaumaß der Nabe:
Gesamtbreite der Nabe - nicht die Achslänge!

Distanz zwischen Flansch und Außenseite:
Hier wird der Abstand vom Flansch bis zu der Stelle gemessen, wo die Nabe eingebaut wird (gleich wie bei Einbaubreite).

Speichenlöcher je Flanschseite:
Anzahl der Speichen pro Seite (z.B. bei einer 36-Loch-Felge sind auf jeder Seite 18 Speichenlöcher im Flansch)

Speichenlochdurchmesser in der Nabe:
Dieser Wert liegt in der Regel zwischen 2.5 und 3 mm.

Anzahl der Kreuzungen:
Üblicherweise wird ein Laufrad mit 3 Speichenkreuzungen eingespeicht, es sind jedoch bis zu 4 Kreuzungen möglich.

 

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